75 Jahre Artillerieverein Wiggertal (AVW)
In den ersten Vereinsstatuten wurden die
Vereinszwecke wie folgt festgelegt:
a) Pflege treuer Waffenkameradschaft und einer
vaterländischen Gesinnung unter den Mitgliedern;
b) Hebung der militärischen, speziell
artilleristischen Kenntnisse seiner Mitglieder.
Der Verein rekrutierte sich damals aus 8
Gemeinden; erster Präsident war Jakob Eberle, Kaminfeger, Dagmersellen. Die Gründung
des Vereins muss auch im Blick auf die damalige Umwelt gesehen werden. Die Großmächte,
England, Frankreich, Russland und das Deutsche Kaiser- reich machten sich
gegenseitig Macht Positionen streitig. Ein allgemeines Wettrüsten setzte damals
ein und immer mehr wurde eine kriegerische Auseinandersetzung befürchtet. Die
Wehrbereitschaft der Schweiz sollte gefördert werden. Dies machte sich der
Verein zum Ziel seiner Aktivitäten. Die Mittel dazu waren be- grenzt, aber eine
gewisse Ausstrahlung war doch erkennbar. Der Verein erstarkte im Verlaufe der
Jahre und dehnte sein Einzugsgebiet auf die 15 Gemeinden der Hypothekarkreise
Reiden - Pfaffnau und Altishofen aus. Neben den in den Statuten festgelegten
Vereinszielen wurde schon sehr früh auch die Geselligkeit gepflegt. Tradition
Die Artillerie ist allgemein stolz auf ihre Tradition und auch im
Artillerieverein Wiggertal wurde großen Wert darauf gelegt. Neben der
Generalversammlung
wurde jeweils am 4. Dezember, dem Tag der
heiligen Barbara als Schutzpatronin der Artillerie, ein Gedächtnis abgehalten.
Die Mitglieder erschienen dazu in Uniform und in einem feierlichen Gottesdienst
wurde der verstorbenen Kameraden ehrend gedacht. Dies ist bis heute so
geblieben. Die Feier findet nach einem in den Statuten festgelegten Turnus in
den neun Kirchgemeinden statt, und ist das eigentliche Ereignis im Vereinsjahr.
Im Jahre 1922 erfolgte die Weihe des ersten Vereinsbanners. 1924 kam es zur Gründung
einer eigenen Vereinsmusik. Die Fahne und die Artilleriemusik gaben fortan der
Barbarafeier einen noch festlicheren Rahmen, wenn man in Reih und Glied unter
klingendem Spiel zur Feier einzog.
|